Fahrradtaschen Test: Die besten Gepäckträgertaschen

Touren- und Citytaschen im Alltagscheck

20 Fahrradtaschen im Test der Stiftung Warentest

Gettyimages/FXQuadro

Mit Gepäck zu radeln kann anstrengend werden. Körbe auf dem Lenkrad sind für lange Touren ungeeignet, mit einem Rucksack auf dem Rücken wird die Sommertour zur schwitzigen Angelegenheit. Die einfachste Lösung ist deswegen eine Gepäckträgertasche. Diese wird, wie der Name schon sagt, am Gepäckträger angebracht. Stiftung Warentest hat zehn Touren- und zehn Citytaschen getestet. Wir stellen die Testsieger vor.

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Das lesen Sie in diesem Artikel: Aus den 20 getesteten Taschen stellen wir jeweils drei Empfehlungen zu Tourentaschen und Citytaschen im Detail vor und gehen dabei auf alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Modelle ein. Das sind aber nur Vorschläge, Sie können auch online nach der für Sie passenden Gepäckträgertasche suchen. Dafür geben wir Ihnen im Kaufberatungsteil jede Menge Tipps an die Hand und verraten etwa, wie viel Geld Sie für eine Gepäckträgertasche ausgeben, auf welche Materialien Sie setzen sollten, welche Arten und Halterungen es für diese Taschen gibt und wie Sie trotz Taschen am Gepäckträger im Verkehr sichtbar bleiben.

Die Fahrradtaschen-Empfehlungen der Stiftung Warentest

City-TestsiegerCity-PreistippBeste HandhabungTour-TestsiegerTour-PreistippBestes Taschenpaar

Vaude Augsburg III L

Norco 0223UB

Ortlieb Downtown 2

Ortlieb Back-Roller High Visibility

Vaude Aqua Back Single

Ortlieb Back-Roller Classic

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Gut (1,7)

Befriedigend (2,8)

Gut (2,4)

Sehr gut (1,5)

Gut (1,7)

Gut (1,6)

Wasserdicht
Schadstofffrei
Sehr gute Verarbeitung
Im Dunkeln nicht gut sichtbar
Nicht leicht zu reinigen
Senkt nicht die Unfallgefahr
Gute Verarbeitung und Polsterung
Lässt sich leicht am Fahrrad anbringen
Wasserdicht auch bei Regen
Enthält hohe Mengen eines Schadstoffes
Nicht einfach zu reinigen
Sichtbarkeit im Dunkeln lässt zu wünschen übrig
Sehr gute Handhabung
Nur geringe Unfallgefahr
Enthält keine Schadstoffe
Teile der Tasche brachen beim Falltest ab
Sichtbarkeit im Dunkeln ist eingeschränkt
Lässt sich nicht auf jeden Gepäckträger leicht anpassen
Gute Sichtbarkeit dank reflektierendem Garn
Exzellente Verarbeitung und Haltbarkeit
Wasserdicht auch im Regen
Schwer an verschiedene Gepäckträger anzubringen
Keine einfache Reinigung möglich
Lässt sich nur schwer per Hand tragen
Einfach auch an verschiedenen Gepäckträgern anbringbar
Exzellente Verarbeitung, Haltbarkeit und wasserdicht
Geringer Preis
Schadstoffe im Gewebe gefunden
Sichtbarkeit im Dunkeln eingeschränkt
Erhöhte Unfallgefahr
Sehr gute Verarbeitung und Haltbarkeit
Keine erhöhte Unfallgefahr
Einfache Reinigung
Kein reflektierendes Garn
Geringer Schadstoffanteil im Gewebe
Etwas umständlich zu öffnen

17 Liter

13 Liter

17 Liter

23 Liter

21 Liter

23 Liter

34 x 42 x 19 cm

33 x 41 x 18 cm

32 x 41 x 21 cm

41 x 35 x 24 cm

41 x 36 x 24 cm

41 x 35 x 24 cm

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Ausreichend

Befriedigend

Befriedigend

Sehr gut

Befriedigend

Befriedigend

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

Sehr gut

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Quelle: Angebot von BestCheck.de

City-Testsieger: Vaude Augsburg III L

Die Vaude Augsburg III L gewinnt den Vergleichstest der Citytaschen mit der Gesamtnote „gut“ (1,7), weil Sie auch im Regen ihren Inhalt trocken hält und keine Schadstoffe beinhaltet. Allerdings ist sie im Dunkeln schwer sichtbar, was nachts die Unfallgefahr für Sie erhöht. Die Verarbeitung ist top, die Reinigung etwas schwieriger. Die Tasche fasst 17 Liter Inhalt und wiegt 900 Gramm.

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Quelle: Angebot von BestCheck.de

City-Preistipp: Norco 0223UB

Die Citytasche Norco 0223UB erreicht zwar nur die Gesamtnote „befriedigend“ (2,8), ist dafür aber für nur 85 Euro ein Schnäppchen. Dank der guten Verarbeitung und Polsterung können Sie hier auch Laptops sicher transportieren. Die Tasche ist wasserdicht und lässt sich leicht am Fahrrad befestigen. Abzüge gibt es allerdings für die Anzahl der gefundenen Schadstoffe. Auch die Reinigung ist nicht einfach. Die Tasche fasst 13 Liter und wiegt 900 Gramm.

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Naturzeit

69 €

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Quelle: Angebot von BestCheck.de

Beste Handhabung (City): Ortlieb Downtown 2

Die Ortlieb Downtown 2 überzeugt im Citytaschen-Test mit ihrer simplen Handhabung, sowohl beim Anbringen der Tasche auf dem Gepäckträger als auch beim Fahrkomfort. Bei letzterem ist die Unfallgefahr gering. Weniger schön ist die Verarbeitung. Im Falltest brachen die Kunststofffüße ab, was zu einer Abwertung auf die Gesamtnote „gut“ (2,4) führte. Die Tasche fasst 17 Liter, wiegt 1,2 Kilogramm und kostet rund 140 Euro.

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Quelle: Angebot von BestCheck.de

Touren-Testsieger: Ortlieb Back-Roller High Visibility

Ortlieb gewinnt den Vergleichstest der Touren-Taschen mit der Back-Roller High Visibility, weil die Tasche mit einem reflektierenden Garn gewebt ist, das Ihre Sicherheit im Dunkeln deutlich erhöht. Daneben gibt es nur Bestnoten bei Verarbeitung und Haltbarkeit. Schadstoffe wurden nicht gefunden. Lediglich die Reinigung lässt zu wünschen übrig. Am Ende gibt es die Gesamtnote „sehr gut“ (1,5). Die Tasche fasst 23 Liter und wiegt 800 Gramm.

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Quelle: Angebot von BestCheck.de

Touren-Preistipp: Vaude Aqua Back Single

Die Vaude Aqua Back Single kommt im Vergleichstest der Tourentaschen auf die Gesamtnote „gut“ (1,7). Darüber hinaus imponiert sie mit ihrem geringen Preis von nur rund 70 Euro. Die Tasche lässt sich einfach an verschiedene Gepäckträger anbringen, ist wasserdicht und sehr gut verarbeitet. Abzüge gibt es aber für die schlechte Sichtbarkeit im Dunkeln und die dadurch erhöhte Unfallgefahr. Außerdem wurden Schadstoffe im Material gefunden. Die Tasche fasst 21 Liter und wiegt 900 Gramm.

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Chain Reaction Cycles

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Bestes Taschenpaar: Ortlieb Back-Roller Classic

Die Ortlieb Back-Roller Classic landet mit der Gesamtnote „gut“ (1,6) nur knapp hinter dem Testsieger. Die beiden Taschen desselben Herstellers unterscheidet dabei nur, dass die Classic-Variante nicht mit reflektierendem Garn gestrickt ist, was die Sichtbarkeit im Dunkeln einschränkt. Dafür bietet sie dieselbe exzellente Verarbeitung und Haltbarkeit und ist ebenso wasserdicht. Sie fasst 23 Liter und wiegt 900 Gramm.

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154 €

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Wie viel Geld sollte man für eine Fahrradtasche ausgeben?

Eine gute Fahrradtasche sollte Sie zwischen 100 und 150 Euro kosten. In diesem Bereich landen sowohl die Testsieger der Citytaschen als auch der Tourentaschen. Allerdings gibt es die Preistipps in beiden Klassen für deutlich weniger Geld. Die Citytasche Norco 0223UB kostet nur rund 85 Euro, die Tourentasche Vaude Aqua Black nur 70 Euro. Alle noch günstigeren Taschen landeten im Test meist auf den hinteren Plätzen.

So testet Stiftung Warentest Fahrradtaschen

Stiftung Warentest hat jeweils zehn City- und Tourentaschen getestet. Testzeitpunkt war der Dezember 2018. Wichtigster Punkt für die Bewertung war die Handhabung, sie macht die Hälfte der Gesamtnote aus. Dafür testeten fünf Personen, wie einfach sie eine Tasche am Fahrrad anbringen, öffnen, befüllen und schließen, wie sie das Fahrverhalten beeinflusste und wie einfach sie sich später reinigen ließ.

 

40 Prozent der Punkte gab es für Haltbarkeit und Wasserdichtheit. Dabei musste die Tasche mehrere Fall- und Stoßtests sowie simulierten Regen aushalten. Jeweils fünf Prozent der Gesamtnote machten Sicherheit und Schadstoffe aus. Dafür prüfte ein Sicherheitsexperte, ob Teile der Taschen Verletzungsgefahren darstellen oder die Unfallgefahr bei der Fahrt erhöhen und ob Reflektoren für Nachtfahrten vorhanden sind. Bei Schadstoffen wurden Griffe, Tragegurte sowie das Oberflächenmaterial getestet.

Welche Arten von Gepäckträger-Fahrradtaschen gibt es?

Stiftung Warentest unterscheidet in ihrem Test zwei Arten: Citytaschen sind meist kleiner und dafür ausgelegt, dass Sie damit zur Arbeit fahren und die Tasche nach der Fahrt leicht mit ins Büro nehmen können. Sie besitzen oft Laptop-Fächer und eine gute Polsterung. Tourentaschen hingegen sind größer, werden auch paarweise verkauft und sind somit für längere Fahrradtouren gedacht. Die größten Taschensysteme bestehen aus zwei Taschen für jede Seite des Gepäckträgers mit rund 20 Litern Fassungsvermögen und einer Top-Tasche, die auf dem Gepäckträger befestigt wird.

Was für Materialien gibt es?

Taschen, die für lange Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Naturkräfte ausgelegt sind, werden meist aus Kunststoffen wie PVC gefertigt. Das ist robust und wasserdicht, wobei die Schwachstellen bei letzterem die Nähte zwischen den einzelnen Taschenteilen sind. Alternativ werden Gepäckträgertaschen aus Kunstleder gefertigt. Das sieht edel aus, ist aber weniger haltbar. Deswegen eignen sich solche Taschen mehr für die Fahrt ins Büro, wo Sie die Tasche anschließend mit sich tragen.

Was sind Alternativen zu Gepäckträger-Fahrradtaschen?

Fahrradtaschen auf oder am Gepäckträger sind nur eine Möglichkeit, Lasten auf dem Fahrrad zu transportieren. Alternativ lassen sich Taschen auch am Lenker, am Vorderrad, an der Rahmenstange, unter dem Sattel und am Hinterrad befestigen. Jeder Einsatzort hat dabei spezifische Vor- und Nachteile. Lenker- und Vorderradtaschen haben Sie immer im Blick, sie können Sie aber leichter aus dem Gleichgewicht bringen. An der Rahmenstange ist meist nur Platz für sehr kleine Taschen mit bis zu zwei Litern Fassungsvermögen. Satteltaschen müssen auch gut ausbalanciert sein, können aber weit nach hinten ragen und so bis zu 15 Liter fassen.

Wie sollte eine Fahrradtasche aufgebaut sein?

Der Aufbau hängt stark davon ab, wofür Sie die Fahrradtasche benötigen. Radeln Sie täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit, empfiehlt sich eine möglichst starre und gut gepolsterte Tasche. Ersteres Feature sorgt dafür, dass Dokumente auf der Fahrt nicht geknickt werden, letzteres schützt elektronische Geräte wie Laptop, Smartphone und ähnliches vor Stößen und schlimmstenfalls bei Unfällen.

Hilfreich ist dann auch ein Schultergurt, mit dem Sie die Tasche nach der Fahrt einfach mitnehmen können. Bei Tourentaschen sind flexiblere Materialen gefragt, damit Sie möglichst viel Gepäck unterbringen können. Statt Polsterung ist hier wichtiger, dass die Tasche an sich wenig wiegt. In beiden Fällen sollte sie Tasche aber wasserdicht sein, damit Ihre Besitztümer einen Regenschauer überstehen.

Welche Arten der Anbringung gibt es?

Gepäckträgertaschen werden meist auf zwei Arten am Hinterrad angebracht. Bei den einfacheren Taschen werden diese einfach unter dem Gepäckträger geklemmt und/oder dort mit Gurten festgemacht. Andere Gepäckträgertaschen verfügen über ein eigenes Schienensystem, das Sie zuerst auf dem Gepäckträger anbringen, um anschließend die Tasche darauf zu befestigen.

Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile: Nur festgeklemmte Taschen lassen sich schnell anbringen und lösen, so dass Sie den Gepäckträger leicht wieder für andere Dinge frei haben. Sie sind allerdings auch während der Fahrt beweglicher, und können im schlimmsten Fall in die Speichen geraten. Taschen mit Schienensystemen hängen meistens so an der Seite, dass Schienen auf der radnahen Seite genau das verhindern.

Benötige ich eine Polsterung?

Sie benötigen eine Polsterung nur dann, wenn Sie in Ihrer Gepäckträgertasche regelmäßig Dinge transportieren, die vor Stößen geschützt sein sollten. Das gilt in erster Linie für Laptops und alle anderen Elektrogeräte wie Smartphones und Tablets, aber natürlich auch für alle Gegenstände aus Glas.

Stöße sind bei der Fahrradfahrt unvermeidlich, sie werden ihnen von Gullydeckeln bis zu Bordsteinkanten auch in der Stadt immer wieder begegnen. Wer längere Fahrradtouren macht und deswegen hauptsächlich weiche Dinge wie Kleidung und Essen transportiert, kann auf eine Polsterung zu Gunsten geringeren Gewichts verzichten.

Worauf sollte ich für bessere Sichtbarkeit achten?

Normalerweise sorgen Reflektoren an Ihrem Hinterrad für eine gute Sichtbarkeit im Dunkeln. Gerade Gepäckträgertaschen, die an der Seite herunterhängen, überdecken diese aber oft. In diesem Fall müssen Sie darauf achten, dass die Tasche selbst mit Features ausgerüstet ist, die für bessere Sichtbarkeit sorgen.

Die besten Taschen sind diejenigen, in deren Gewebe reflektierendes Garn eingearbeitet ist. Das leuchtet auf, wenn etwa Autoscheinwerfer es treffen. Alternativ können auch Reflektoren an den Seiten der Tasche angebracht sein. Sollten solche Features bei Ihrer Tasche fehlen, sollten Sie selbst nachhelfen. Reflektoren lassen sich auch einzeln im Fachhandel kaufen und an der Tasche anbringen.

Viel hilft viel? Fahrräder lassen sich enorm gut beladen. Jedes zusätzliche Kilo erschwert aber auch die Fahrt.

Getty Images, Bernard Van Berg / EyeEm

Auf welche Seite sollte die Tasche?

Besitzen Sie eine Gepäckträgertasche, die auf einer Seite des Gepäckträgers herunterhängt, empfiehlt es sich in der Regel, diese links anzubringen. Das hat simple praktische Gründe. So ist bei den meisten Fahrrädern die Gangschaltung auf der rechten Seite angebracht und kann so nicht mit der Tasche kollidieren.

Autos und andere Fahrzeuge, die Sie von hinten überholen, sehen Reflektoren auf der linken Seite besser und können so genauer sehen, wo Sie sich befinden. Stellen Sie Ihr Fahrrad an einer Hauswand ab, wird die Tasche nicht zwischen Wand und Rad eingeklemmt. Auch die Anbringung auf der gegenüberliegenden Seite des Fahrradständers kann sich als sinnvoll erweisen. Auf diese Weise wird das Fahrrad im Stand manchmal besser ausbalanciert.

Wie viele Fahrradtaschen sollte ich anbringen?

Kurze Antwort: So viele, wie Sie benötigen. Für kurze Touren, etwa die tägliche Fahrt zur Arbeit oder in den Supermarkt, reicht eine Tasche seitlich am oder auf dem Gepäckträger völlig aus. Wer Großeinkäufe machen möchte oder regelmäßig längere Touren fährt, für die Sie Kleidung und Verpflegung mitnehmen müssen, ist mit zwei Taschen gut bedient.

Wenn das immer noch nicht reicht, können Sie ein System kaufen, bei dem eine dritte Tasche entweder auf dem Gepäckträger oder unter dem Sattel angebracht wird. Bedenken Sie aber auch, dass die Fahrt mit jeder zusätzlichen Tasche und dem Gepäck darin schwerer und weniger balanciert sein wird.

Was für Schadstoffe können Fahrradtaschen enthalten?

Die am häufigsten verwendeten Schadstoffe sind Phtalate, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Chrom VI und Chlorphenole. Die ersten beiden sind Weichmacher, die dafür sorgen, dass ein Kunststoff flexibel bleibt. Sie sind aber gesundheitsschädlich.

Phtalate wirken im Körper wie Hormone und stehen im Verdacht, Unfruchtbarkeit, Übergewicht, Diabetes und Herzkrankheiten auszulösen. PAK wiederum reizen den Darm und die Atemwege, wenn sie eingeatmet oder geschluckt werden. Chrom VI wird bei Kunstleder als Oxidationsmittel eingesetzt, Chlorphenole zur Desinfektion. Sie gelten als krebserregend. All ist natürlich nur dann, wenn diese Stoffe auch in schädlichen Mengen aufgenommen werden.

Benötige ich einen Tragegurt?

Die Notwendigkeit eines Tragegurts kommt auf den Einsatzzweck an. Tragegurte an Gepäckträgertaschen sind für den Transport auf dem Fahrrad irrelevant und spielen nur eine Rolle, wenn Sie die Tasche vor und nach der Fahrt händisch transportieren. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie die Tasche für die tägliche Fahrt zur Arbeit oder den Einkauf im Supermarkt benutzen.

Dann sind Tragegurte, am besten Schultergurte, sehr praktisch. Setzen Sie die Tasche jedoch für Fahrradtouren ein, dann verbleibt die Tasche meist auch nach der Fahrt am Fahrrad und wird nicht mit herumgetragen. In diesem Fall wäre ein Tragegurt nicht nur unpraktisch, sondern mitunter auch ein zusätzliches Risiko, denn schließlich kann ein solcher Gurt auch in die Speichen geraten.

Wie haltbar sind Fahrradtaschen?

Eine gute Fahrradtasche wird Sie lange begleiten. Stiftung Warentest setzte Gepäckträgertaschen in ihrem Test im Labor 300.000 Stößen aus, öffnete und schloss sämtliche Verschlüsse 600 Mal, hob die gefüllten Taschen 5.000 Mal an und unterzog das Material 20.000 Reibtouren. Die besten Taschen zuckten bei dieser Belastung nicht einmal mit der Wimper. Mit einer solchen Gepäckträgertasche werden Sie also viele Jahre lang Ihren Spaß haben.

FAQ: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Was ist die beste Fahrradtasche?

Unter den Fahrradtaschen für den Einsatz in der City konnte sich bei der Stiftung Warentest die Vaude Augsburg III L mit ihrer Top-Verarbeitung und der Wasserdichte durchsetzen. Unter den Tour-Taschen tritt die Ortlieb Back-Roller High Visibility aus ähnlichen Gründen als Sieger hervor.

Wie viel sollte eine Fahrradtasche kosten?

Für eine hochwertige Fahrradtasche sollten Sie zwischen 100 und 150 Euro einkalkulieren - in diesem Bereich siedeln sich auch die Testsieger der Stiftung Warentest an. Aber auch günstigere Modelle rund 70 bis 90 Euro konnten überzeugen. 

Was sind die wichtigsten Arten von Gepäckträger-Fahrradtaschen?

Bei Fahrradtaschen wird im Allgemeinen zwischen solchen für die City und für Touren unterschieden. Die Stadt-Taschen zeichnen sich dabei etwa durch Laptop-Fächer und eine gute Polsterung aus. Tour-Alternativen unterscheiden sich in der Regel durch ihr größeres Volumen und sind auch als Paartaschen zu haben.

Auf welche Seite kommt eine Gepäckträgertasche?

Wir empfehlen eine herabhängende Gepäckträgertasche auf der linken Seite anzubringen. Das verhindert bei den meisten Fahrrädern eine Kollision mit der Gangschaltung und machen Reflektoren für überholende Fahrzeuge besser sichtbar. Zum Ausbalancieren des Gewichts kann auch eine Anbringung gegenüber des Fahrradständers sinnvoll sein.