Ecovacs Deebot X1 Omni im Test

Teurer Einzelgänger mit Edel-Body

Teurer Hochleistungssauger: Der Ecovacs Deebot X1 Omni im Test

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Fazit vom 30.03.2022

Der Ecovacs Deebot X1 Omni verdient sich mit Recht einen Spitzenplatz im Test – verlangt dafür aber auch einen gigantischen Preis. Die großen Neuerungen sind jedoch allesamt sinnvoll: Hindernisse erkennt und umgeht er ohne Probleme, die neuen, runden Mopping Pads schrubben besser und die Station nimmt Ihnen einen Großteil der Roboter-Reinigung ab. Kleine Kritikpunkte gibt es dennoch, darunter die Bauhöhe des Roboters und die lange Ladezeit bei reduzierter Laufzeit. Außerdem gehört die Station nicht gerade zu den hübschesten.

Vorteile
Hervorragende Navigation
Verbesserte Wischpads
All-in-One-Reinigungsstation
Nachteile
Recht hoch gebaut
Lange Ladedauer
Sehr teuer

Ab 1.489,00 €: Besten Preis finden für Ecovacs Deebot X1 Omni

Testwertungen aus dem CHIP-Testcenter (Stand 30.03.2022)

  • CHIP-WertungSehr gut (1,4)
  • Preis-EinschätzungTeuer (3,9)
  • Preisab 1.489,00 €
Testergebnis ergibt sich aus: Bestenlisten Platzierung: 1 / 36

Ecovacs Deebot X1 Omni im Test: Nahezu autonom

In der Vergangenheit haben wir immer wieder einen großen Kritikpunkt an der Wischfunktion von Putzrobotern angebracht: Selbst wenn sie den Boden hübsch oberflächlich feudeln und polieren, muss man hinterher den ganzen Roboter putzen, trocknen lassen und die Pads austauschen. Das nervt gehörig und verhindert, dass man den Robo zum regelmäßigen Feuchtwischen programmieren kann. Immer muss man sich die Frage stellen: Habe ich heute Abend Lust auf eine kleine Reinigungsaktion?
Die neue Generation von Saug-Wisch-Robotern, zu der der Ecovacs Deebot X1 Omni zählt, nimmt sich dieser Hürde an. Die neue All-in-One-Reinigungsstation saugt dabei nicht nur Staub in einen Beutel ab, sondern befüllt den Wassertank des Roboters und pumpt Schmutzwasser ab. Das funktionierte im Test auch problemlos, wobei es den Putzaufwand nicht ganz auf Null reduziert. So müssen Sie etwa alle ein bis zwei Monate die Wischpads ersetzen und den Vier-Liter-Frischwassertank putzen, alle paar Wochen das Reinigungsbecken der Station ausbürsten und nach jeder Reinigung das Schmutzwasser wegkippen.
Was wir an der Bauweise noch verbesserungswürdig finden: Ähnlich einiger klassischer Bodenstaubsauger ließe sich der Schmutz in einem Wasserreservoir fangen und anschließend wegkippen. So könnte man sich in Zukunft kostenintensive Staubbeutel sparen und die gebundenen Staubpartikel lassen Menschen mit Allergien beim Entleeren in Ruhe. Außerdem wünschen wir uns ein optisch ansprechenderes Design. Die ausladende Station sieht einem großen Küchenmülleimer zum Verwechseln ähnlich. Das ist besonders schade, weil der Roboter selbst von einem dänischen Designhaus entworfen wurde und eigentlich sehr hübsch aussieht.
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Die neue All-in-One-Reinigungsstation saugt nicht nur Staub in einen Beutel ab, sondern befüllt den Wassertank des Roboters und pumpt Schmutzwasser ab.

CHIP/ Alexander Moser

Saugt viel, wischt stärker

Was seine generelle Saug- und Wischleistung angeht, haben wir am X1 Omni nur wenig zu monieren. Im Saugtest zieht der Roboter auf seiner ziemlich leisen Standard-Stufe plus Teppicherkennung rund 100 Gramm Staub von verteilten 220 Gramm aus dem Flor unseres Testraums. Das ist bei Highend-Robotern inzwischen die Leistung, die wir erwarten – auch wenn sie uns nie so recht vom Hocker haut. Ecovacs verzichtet hier auf reine, wartungsarme Gummi-Hauptwalzen und verbaut die typische Mischung aus Lamellen und Borsten. Da müssen Sie also immer mal wieder Haarverwicklungen selbst lösen.
Eine besondere Neuerung sind die kreisrunden Wischpads: Im Gegensatz zu den inzwischen oft eingesetzten Microfaser-Wischtüchern kommen hier dicke, lange Fasern zum Einsatz, die an einen typischen Mopp erinnern. Diese Pads drehen sich auch und werden nicht nur über den Boden gezogen. Das sorgt für einen mechanischen Schrubbeffekt. Ein zerbrochenes Honigglas sollte der Roboter zwar immer noch nicht alleine wegputzen, aber alltäglichen und oberflächlichen Schmutz bekommt der X1 Omni gut weg.
In unserer Bildergalerie des Ecovacs Deebot X1 Omni sehen Sie einige Fotos aus dem Test:

Navigiert fast alles

Unseren Testraum mit 20 m² Fläche saugt der Ecovacs Deebot X1 Omni in einer Viertelstunde durch. Das ist enorm schnell und seiner hervorragenden Navigation geschuldet. Mit einer Kombination aus Turm-Distanzsensor und frontgerichteter Kamera zur Hinderniserkennung rast der Roboter nur so durch die Gegend. Dabei erkennt er alle Gefahren wie Kabel, Legosteine oder Teppichfransen zuverlässig und lässt sich von ihnen nicht beeinflussen. Er kann etwas über 1,8 cm hoch klettern, ist mit leicht über 10 cm Bauhöhe aber auch recht hoch geartet. Die gewohnt detaillierte App bietet typische Programmiermöglichkeiten, mehrere Kartenspeicher, die Aufteilung der Wohnung in verschiedene Zonen, die sich separat ansteuern lassen, und sogar eine Echtzeit-Überwachung. Hier lässt sich auch ein "Bitte nicht stören"-Modus einstellen. So soll der Roboter selbst bei Nachtfahrten niemanden aufwecken. Zu den weiteren smarten Gimmicks zählt die deutsche Sprachsteuerung. Die klappte im Test, selbst nach dem Stimmtraining, mal besser und mal schlechter.
Etwas schade ist die reduzierte Akkulaufzeit. Der Hersteller gibt hier 140 Minuten an. Das ist immer noch recht viel, allerdings deutlich weniger als bei Vorgänger-Modellen. Hinzu kommt, dass das Aufladen mit rund sechseinhalb Stunden immer noch sehr lange dauert. Besonders weitläufige oder komplexe Wohnungen könnten dem Omni schon mal einen Zwischenstopp abverlangen – und dann reicht der Putzvorgang bis in die Abendstunden rein.
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Eine Fülle an Einstellungen in der App laden zur Individualisierung ein.

Bild: CHIP

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So testet CHIP Staubsaugerroboter

Bei einem Staubsauger würde man zuerst annehmen, dass die Staubaufnahme die wichtigste Wertungskategorie ist. Bei einem Saugroboter halten wir allerdings die Navigation für den Dreh- und Angelpunkt eines guten Geräts. Denn ein Roboter kann noch so stark sein – wenn er lückenhaft arbeitet, bleibt in den Lücken der gesamte Staub liegen. Darum bewerten wir die Navigationsfähigkeit mit 40 Prozent der Gesamtwertung. Dazu erstellen wir in einem 20 m² großen Raum mit leichten Hindernissen eine softwaregestützte Abdeckungskarte. Diese Karte zeigt, an welchen Stellen die Hauptbürste des Roboters gearbeitet hat. In die Navigationsbewertung fließen auch Praxiseindrücke ein. Weiterhin bewerten wir, ob der Roboter zuverlässig aus Nebenräumen zur Station zurückfindet, nah an der Wand fährt, wie hoch er klettern kann, wie stark er mit Möbeln zusammenstößt und ob er auch im Zwielicht saugt. Weiterhin muss der Roboter einen Hindernisparcours mit Kabeln, Teppichfransen, Legosteinen, Stuhlbeinen, herumliegenden Socken und dünnen Teppichen überstehen. Versagt das Modell hier bei mehreren Versuchen auch nur ein einziges Mal, bekommt es sofort eine Abwertung – denn bei Robotern ist Zuverlässigkeit essentiell. Es ist egal, ob der Roboter dreißigmal ohne Auffälligkeiten den Dienst verrichtet, wenn er beim 31. Durchgang den Laptop am Kabel vom Tisch reißt.


Die nächste Kategorie ist dann die Saugleistung (35 Prozent). Für diesen Test verteilen wir 200 Gramm Quarzsand an leicht zugänglichen Stellen im selben Testraum auf niedrigflorigem Teppichboden, außerdem weitere 20 Gramm verteilt auf zwei leicht zugängliche Ecken. Wir messen das Gewicht des Staubbehälters vor und nach den Durchgängen. Zusätzlich treten wir zerrupfte Wollflusen in den Teppich ein, was Haare simulieren soll. Nimmt der Roboter alle Flusen auf, bekommt er die volle Punktzahl. Ein Nebeneffekt: Die Wollflusen zeigen sehr gut, wie wartungsintensiv die Bürste ist, denn die Fasern verfangen sich leicht in Borsten.


Die letzte Kategorie ist Ausstattung und Komfort (25 Prozent). Zu einem Großteil fließen hier die reinen Features rein, zum Beispiel ein Display, Sprachausgabe oder die Möglichkeit, den Saugbereich einzugrenzen. Die Programmierbarkeit und die App sind ebenfalls wichtig, hier halten wir fest, ob die wichtigsten Funktionen vorhanden sind. Alle uns bekannten Saugmodi sind auch Teil dieser Note. Und zuletzt bekommen die Roboter noch Punkte, wenn sie niedrig sind und große Schmutzbehälter haben.

Rian Voß

Rian Voß

Redakteur

Über den Autor

Rian Voß hat stets die aktuellen Entwicklungen bei Grafikkarten und CPUs im Blick und schreibt über alles, was hübsche Bilder auf den Monitor zaubert. Seine andere Passion ist die Haushaltselektronik: Vom simplen Wasserkocher bis zum ausgebufften Saugroboter testet er, was den Alltag einfacher macht.