Nach über 80 Jahren: Traditionsmarke verschwindet aus deutschen Supermarkt-Regalen

Joghurt, Quark, oder Skyr: Das sind die Unterschiede

Über 70 Jahre nach der Gründung verschwindet eine Traditionsmarke aus deutschen Discounter- und Supermarkt-Regalen. Aufgrund "unzureichender Perspektiven" wird die Produktion bei Onken eingestellt, weswegen die Produkte bald nicht mehr verfügbar sein werden.

Über 80 Jahre nach der Gründung der Marke verschwinden die Produkte von Onken bereits ab Juni aus deutschen Supermarkt- und Discounter-Regalen. Wie die "Lebensmittel Zeitung" berichtet, stellt der schweizer Mutterkonzern Emmi den Vertrieb ein und zieht sich somit komplett vom deutschen Markt zurück.

Emmi beruft sich bei der Entscheidung auf "unzureichende Perspektiven im preislich hart umkämpften deutschen Markt für Joghurt und Quark". Gleichzeitig wird aber auch das Sortiment überarbeitet. Künftig will man sich vermehrt auf profitablere Felder wie Ready-to-drink-Kaffee und Käsespezialitäten konzentrieren.

Traditionsmarke verschwindet aus Deutschland: Onken blickt auf 70 Jahre Geschichte zurück

Die Produkte der Traditionsmarke Onken waren über Jahrzehnte fester Bestandteil deutscher Kühlregale.
Die Produkte der Traditionsmarke Onken waren über Jahrzehnte fester Bestandteil deutscher Kühlregale.

Bild: Onken

Elisabeth Wagner-Wehrborn, Geschäftsführerin von Emmi Deutschland sagte gegenüber der Lebensmittel Zeitung: "Die Entscheidung, unser Onken-Sortiment vom deutschen Markt zu nehmen, ist uns nicht leichtgefallen". Das fehlende Wachstumspotenzial sowie die hohen Kosten, die die Profitabilität negativ beeinflussen, haben den Schritt nun aber unausweichlich gemacht.

Der Onken-Konzern wurde bereits 1940 als "Donau-Molkerei Produkte Onken & Co. KG" gegründet und war über Jahrzehnte fester Bestandteil deutscher Kühlregale. 2004 wurde der Konzern von der Oetker-Gruppe übernommen, 2011 erwarb dann Emmi die weltweiten Rechte an Onken.

Ganz vom Markt verschwindet die Marke indes nicht: Das Onken-Geschäft in Großbritannien ist vom Rückzug aus Deutschland demnach nicht betroffen.

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